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Mit Ende des Sommersemesters 2003 habe ich das Studium aufgegeben.
In Geschichte wurde das Grundstudium mit der Zwischenprüfung abgeschlossen; Im 2. Hauptfach Literaturwissenschaft schrieb ich die erste Klausur zum Kurs "Mut zur Literatur".
FernUniversität Hagen
Fach: Ältere Geschichte
Betreuer : Dr. Sokoll
INHALT :
1. Einleitung: ........................................................................................................ 3
2. Schriftlichkeit als Medium der gesellschaftlichen Auseinandersetzung: ................ 5
2.1 Die Zwölf Artikel
2.2 Martin Luther, Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel
der Bauernschaft
2.3 Philipp Melanchthon, Wider die Artikel der Bauernschaft
3. Die formelle Rezension bei Luther und Melanchthon auf die Zwölf
Artikel ..........10
4. Schluß ............................................................................................................
13
5. Bibliographie ...................................................................................................
15
Eine Annäherung an das Thema der Hausarbeit bietet viele Ansätze. Bei der Betrachtung des bearbeitenden Materials, ( Lohse, Schulze, Rabe, Stupperich und Buszello/Blickle/Endres ) wird die Bedeutung der Schriftlichkeitsentwicklung immer wieder veranschaulicht. Die gesamte Kultur dieser Epoche wurde im starken Maße durch den Auftrieb des Buchdruckes – und die damit gekoppelte Verbreitung von Information und Meinung – geprägt
So sei hier auf die Veränderung der Urkunde zur Akte, und die damit
verbundene Wirkung auf die Wandlung der Verwaltung - insbesondere hinsichtlich
des Rechtswesens -, hingewiesen.
Die Kontroversen der Zeit werden sämtlich über Schriften
geführt. Ein markanter Punkt ist das Wormser Edikt von 1521, auch
hier wird die Bedeutung der niedergeschriebenen Worte für die bevorstehenden
Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens deutlich. Bernhard Lohse
beschreibt dies im III Kapitel seines Buches , indem er von „Schriftverständnis
als zentralen Streitgegen-
stand“ spricht.
In der Biographie über Melanchthon – ein weiterer wichtiger Gegenstand
der vorliegenden Arbeit – wird beschrieben, daß Melanchthon der Bitte
des Kurfürsten Ludwig von der Pfalz nach Heidelberg zu kommen, um
mit den aufständischen
Bauern zu verhandeln, nicht nachkäme. Wörtlich schreibt Stupperich:
Auch hier wird die Bedeutung der Schriftlichkeit in den politischen
Auseinandersetzungen der Zeit unterstrichen.
Die Verbreitung von Meinung durch das Buch, die Flugschrift oder das
Flugblatt, multipliziert durch mündliche Weitergabe, unterstützte
– bei allen regionalen Unterschieden – die Bewegung, die sich gegen ihr
vermeintlich vorherbestimmtes Schicksal auflehnte.
Diese Anfänge einer „Öffentlichen Meinung“ ( die sich,
bezogen auf die Gegen- wart, zur „Vierten Staatsgewalt“ entwickelt
hat ) – bzw. die Einflußnahme der Unterprivilegierten am gesellschaftlichen
Geschehen und die daraus resultierende Dynamik der strukturellen Veränderungen
in Staat und Gesellschaft – bilden den Hintergrund der vorliegenden Hausarbeit.
Die Erörterung des Themas basiert auf drei Flugschriften, die unter Punkt Zwei vorgestellt und behandelt werden :
1. Die zwölf Artikel ;
die wohl verbreitetste Schrift im deutschen Bauernkrieg spiegelt
die sozialen und politischen Vorstellungen der Bauern. Hauptaugenmerk wird
hierbei auf die drei wichtigsten Aspekte der Revolution ( herausgefiltert
aus den „Zwölf Artikeln“ ) -
I. Leibeigenschaft, Todfall und Dienste;
II. Jagd und Fischerei, Holzbezug und Allmende;
III. Grundherrschaft, niedere Gerichtsherrschaft und grundherrliche
Dienste
– gelegt.
2. Martin Luther, Ermahnung zum Frieden auf die zwölf Artikel der
Bauernschaft ,
3. Philipp Melanchthon, Wider die Artikel der Bauernschaft .
Die Stellungnahmen Luthers und Melanchthons – unter Einbeziehung
ihrer Unterschiede - übernehmen die Funktion einer Veranschaulichung
politischer bzw. publizistischer Auseinandersetzung. Anhand der formellen
Rezensionen in Luthers und Melanchthons Schriften soll der gesellschaftliche
Diskurs unter Punkt drei dieser Arbeit aufgezeigt werden.
Vielfältige Strömungen wirkten auf die Gesellschaft des 16. Jahrhunderts ein und beeinflußten sowohl die Ereignisse als auch die Strukturen dieser Zeit. Die bedeut-esten Tendenzen waren: der Humanismus, die Renaissance, die Entdeckungen, die Erkenntnisse in der Astronomie, der Medizin, der Philosophie, der Technik ( der Auftrieb des Buchdrucks ), die Entstehung des Frühkapitalismus ( vornehmlich die politische Einflußnahme der Wirtschaft auf die Politik; die Fugger investieren in die Wahl Karl V ), die Reformation, der Bauernkrieg. Diese Impulse bedingten sich untereinander und benötigten den Buchdruck zur gegenseitigen Information und Weiterentwicklung.
Für das Thema der Hausarbeit kommt an dieser Stelle zum tragen, daß sich alle Reformatoren in ihren grundsätzlichen Äußerungen auf das Evangelium, auf das Wort, auf die Schrift beziehen.
Auch die Zwölf Artikel nehmen in der Präambel bezug auf das Evangelium und leiten daraus die Forderungen der Bauern ab. Hier stellt sich deutlich die Ambivalenz und der Konflikt von Reformation und Revolution – in den Schriften der Zeit – dar. Zum Einstieg in die Darstellung der Stellungnahmen Luthers und Melanchtohns auf die Flugschrift der Bauern sei nun die erste Quelle vorgestellt.
2.1 DIE ZWÖLF ARTIKEL
Bei der Quelle handelt es sich um eine Flugschrift, die Mitte März
1525 auf Grund-lage der Baltringer Forderungen bei Memmingen im oberschwäbischen
Raum entstand.
Die Einleitung stammt von dem Prediger Christoph Schappeler, der Hauptteil
von dem Kürschnergesellen Sebastian Lotzer; beide Autoren waren von
Zwingli beeinflußt und stellten ihre Fähigkeiten in die Dienste
der Bauern.
Seit Anfang des Jahres 1525 hatten sich immer mehr bäuerliche
Schwurgemein-schaften gebildet, deren Entwicklung sich im oberschwäbischen
Raum signifikant – nicht zuletzt durch die Verbreitung der Zwölf Artikel
– nachvollziehen läßt. So wurden bereits am 16. Februar dem
Schwäbischen Bund 300 Beschwerdeschriften überreicht. U.a. ließen
die Begründungen dieser Schriften, kombiniert mit dem Zusammenschluß
des Baltringer Haufens zur „Christlichen Vereinigung“, die Zwölf Artikel,
in der Funktion als Beschwerdeschrift, Reformprogramm und politisches Manifest
zugleich, entstehen.
Wie oben gesagt lassen sich die Zwölf Artikel in drei Hauptgruppen einteilen:
I. Leibeigenschaft, Todfall und Dienste :
- Im dritten Artikel wird die Forderung nach Abschaffung der Leibeigenschaft, jedoch mit dem ausdrücklichen Hinweis auf Anerkennung einer Obrigkeit, gestellt.
- Die Verweigerung im elften Artikel, die mit dem Todfall verbundenen Ab-gaben in Hinkunft nicht mehr zu leisten, steht im engem Zusammenhang mit der Leibeigenschaft und ist somit eine Verstärkung des im dritten Artikel geforderten.
- Über die Dienste (Fronen) wird im sechsten und siebten Artikel der Flugschrift Beschwerde geführt. Die Dienste sollen auf ein erträgliches Maß reduziert werden, und deren Erfüllung soll von den Bauern, sowohl selbst bestimmt, als auch von der jeweiligen Herrschaft vergütet werden.
Dieser Themenkomplex soll der Schrittmacher für die Bearbeitung
der Stellung-nahmen Luthers und Melanchthons sein. Gerade hier zeigt sich
der revolutionäre
Charakter der bäuerlichen Forderungen. Die Forderungen nach
Aufhebung der Leibeigenschaft bedeutete das Ende der bisherigen Ordnung.
Die Steuerhoheit, die
Wehrhoheit und die Gerichtshoheit waren in Frage gestellt. In manchen
Gebieten war die entscheidende Stütze der Adligen und Geistlichen
in Gefahr .
Unter Betrachtung der formellen Rezensionen Luthers und Melanchthons
bezüg-lich dieser Themengruppe, soll die Bedeutung schriftlicher Auseinandersetzung
verdeutlicht werden.
Die Vorstellung der noch ausstehenden zwei Hauptgruppen der Zwölf Artikel ge-schieht demnach nur zum Zwecke der inhaltlichen Geschlossenheit.
II. Jagd und Fischerei, Holzbezug und Allmende :
- In Artikel Vier wird freie Jagt und Fischerei gefordert.
- Artikel Fünf und Zehn bestimmen, daß die Allmende den Gemeinden bei fehlenden Kaufverträgen zurückzugeben sind. Der Holzbezug soll den Bauern – unter Kontrolle von gewählten Gemeindeforstknechten – unentgeltlich gestattet werden.
III. Grundherrschaft, niedere Gerichtsherrschaft und grundherrliche Dienste :
- In Artikel Acht heißt es; da die Gülten zu hoch sind, sollen
sie durch „ehrbare Leute“ neu eingeschätzt werden.
- Artikel Sieben drängt auf Einhaltung der Leiheverträge.
- Die Gerichtsherrschaft wird im Artikel Neun angesprochen. Die Bauern verlangen eine geregelte Bußgeldfestsetzung unter Berufung auf ältere Gerichtsordnungen.
Auch diese zwei Gruppen beschreiben den revolutionären Charakter
der Zwölf Artikel, da die Durchsetzung des gedruckten, das Verhältnis
zwischen Feudal-
herren und gemeinen Mann, auf allen gesellschaftlichen Gebieten
tiefgreifend verändert hätte. Ein Zitat von Peter Blickle soll
diesen Tenor verdeutlichen :
Die Flugschrift fand schnelle Verbreitung. In der kurzen Zeitspanne von zwei Monaten erschienen, zum Teil an verschiedenen Orten, 25 Drucke – das entspricht einer Gesamtauflage von ca. 25.000 Exemplaren -. Die Gründe hierfür liegen zum Einen in der großen Allgemeingültigkeit der aufgestellten Forderungen, denn trotz großer regionaler Unterschiede war die Flugschrift – teilweise modifiziert – in allen Aufstandsgebieten bekannt, zum Anderen wußte Sebastian Lotzer die Wirksamkeit seiner schriftstellerischen-propagandistischen Fähigkeiten im Um-gang mit Flugschriften einzusetzen.
Der „Öffentliche Druck“ der Flugschrift veranlaßte letztendlich
die Kurfürsten bei den Reformatoren Gutachten zu den Zwölf Artikeln
in Auftrag zu geben, die im folgenden vorgestellt werden, um sie dann im
nächsten Kapitel unter dem Aspekt Ihrer förmlichen Unterschiede
zu den Artikeln betrachten zu können, und um sie auf ihre publizistische
Wirkung hin abzuklopfen.
2.2 MARTIN LUTHER, ERMAHNUNG ZUM FRIEDEN AUF DIE ZWÖLF
ARTIKEL DER BAUERNSCHAFT
Die Flugschrift wurde wahrscheinlich am 19. / 20. April in Eisleben
abgefaßt und sollte in ihrer Funktion als Schiedsspruch zur Schlichtung
des Aufstandes bei-
tragen. Luther nimmt in der Schrift bezug auf eine anderen „zeddel“,
weshalb er u.a. mit dieser Schrift antwortet. Gemeint ist die Memminger
Bundesordnung vom
7. März 1525 in der sich die Aufständischen auf Luther beriefen.
Dem Verfasser ging es primär darum, eine Vermischung seiner Lehre
von den zwei Reichen / Regimenten – das weltliche und das göttliche
– zu verhindern . Die Gefahr einer solchen Vermischung sah Martin Luther
durch die Äußerungen der Bauern als gegeben an. Luther versucht,
- indem er in dieser Schrift, sowohl den Fürsten und Herren, als auch
den Bauern ins Gewissen redet – , eine Schlichtung nach seinen Vorstellungen
herbeizuführen.
2.3 PHILIPP MELANCHTHON, WIDER DIE ARTIKEL DER BAUERNSCHAFT
Melanchthons Flugschrift – zu deren Entstehung bereits in der Einführung kurz gesprochen wurde - entstand zwischen dem 18. Mai und 5. Juni 1525 als Gut-achten für den Kurfürsten Ludwig von der Pfalz, wurde für den Druck überarbeitet, und erschien Ende August/Anfang September 1525.
Wahrscheinlich hat der hohe Bekanntheitsgrad Melanchthons dazu geführt,
daß ihn die Bauernführer in der Pfalz zum Schiedsrichter benannten.
Philipp Melanchthon setzt sich dezidiert mit den Zwölf Artikeln auseinander
und hält ihnen biblische Thesen entgegen, da die Bauern sich vom Evangelium
weisen lassen wollten.
Melanchthon läßt den Widerstand gegen die Obrigkeit gelten,
wenn sich dieser nicht gegen Gottes Gebot richtet .
3. DIE FORMELLE REZENSION BEI LUTHER UND MELANCHTHON AUF
DIE ZWÖLF ARTIKEL
Die große Autorität, die Luther und Melanchthon innerhalb der reformatorischen Bewegung besaßen; Ihre untrennbare Verbundenheit hinsichtlich Ihres gesamten Wirkens und der daraus abzuleitende gesellschaftliche Einfluß, legitimieren die Auswahl der Quellen.
Die Unterschiede in der Denkungsart Beider – Luthers war mehr der Theologie zugewandt; Melanchthons wurzelte eher im Humanismus – sind für die formelle Betrachtung der Quellen lediglich als Hintergrundinformation zu verstehen. Es sollen vielmehr die Gemeinsamkeiten der Autoren , in Bezug auf die Ausein-andersetzung mit den Zwölf Artikeln, in den Vordergrund treten, damit die Folgen und Wirkungen von Schriftlichkeit auf die Ereignisse und Strukturen der Zeit untermauert werden können.
Der Umstand, daß die Flugschrift der Bauern im letzten Artikel die Forderungen nur in Harmonie mit Gottes Wort verwirklicht wissen wollte, ermöglichte den Reformatoren einen lückenlosen Einstieg in ihre Begutachtungen.
Wie schon erwähnt war die Forderung nach Aufhebung der Leibeigenschaft gleich-bedeutend mit dem Ende der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung. Dement-sprechend behandeln beide Flugschriften die Beziehung zwischen Obrigkeit und Untertan sehr Umfangreich. Abgesehen von kurzen konkreten Statements zu den einzelnen Artikeln – bei Melanchthon intensiver als bei Luther – beschäftigen sich die Stellungnahmen ausschließlich mit diesem Verhältnis.
Luthers – in Form einer Predigt aufgebauten – Schrift versucht, durch drastische Vergleiche und deftige Wortwahl die Situation darzustellen. An die Fürsten gerichtet schreibt er :
Den Bauern gegenüber erklärt er:
Luthers bildhafte Sprache, pointiert durch sein persönliches Engagement :
- stellt die Aufständischen letztendlich ins gesellschaftliche Abseits. Durch ständige Wiederholungen und Vergleiche werden die Revolutionäre jenseits aller Legitimationen gestellt. Sie werden als mord propheten, heyden, Türken, Juden, reuber und diebe bezeichnet.
Ebenfalls bearbeitet Melanchthons sachlicherer Text in der Hauptsache den Konflikt von Obrigkeit und Untertan. Deutlicher als Luther hebt Melanchtohn auf das Evangelium ab und schafft somit eine sachliche Distanz zu den Kontrahenten. Dennoch ist auch seine Wortwahl nicht zaghaft, und auch er versucht die Bauern außerhalb jeglichen Rechts zu stellen. Im Abschnitt „Von der Obrigkeit“ seiner Flugschrift heißt es einleitend :
Die konkrete Stellungnahme Melanchthons auf den dritten Artikel – die Abschaffung der Leibeigenschaft – zeigt eindeutig den Standpunkt des Gelehrten. Er schreibt :
Daß beide Autoren die grundsätzlichen Strukturen schützten,
zeigt sich ganz deutlich. Dennoch traten sie für Modifikationen bei
bestimmten Konflikten ein.
Melanchthon verweist in seiner Stellungnahme zum sechsten und siebten
Artikel – diese Artikel führen Beschwerde über die Dienste und
Fronen - auf das weltliche Gericht und rät der Obrigkeit :
Martin Luther faßt in seiner Stellungnahme die Behandlung der letzten acht Artikel in 23 Zeilen zusammen. Interessant ist, daß auch Luther auf die „rechtsverstendigen“ verweist. Sowohl hinsichtlich der Dienste und Fronen, als auch in Bezug auf die Forderungen, die mit dem Todfall beschäftigt sind, rät er, eine Einigung auf rechtlichem Wege zu suchen.
Philipp Melanchtohns Stellungnahme auf den elften Artikel (Todfall), kann als Relativierung aufgefaßt werden. Obwohl Melanchtohn sagt, man müsse „leybeygen-schafft leyden“, schränkt er hinsichtlich des elften Artikels ein :
An dieser Stelle zeigt sich, welchen Einfluß die Schriften auf
die beginnende Neuzeit nahmen. Bei Betrachtung der Folgen und Wirkungen
des Bauernkriegs, wird deutlich, daß die von den Autoren gewünschten
Modifikationen sehr wohl zur Geltung gelangten.
Die aufgezeigten Einschränkungen in Luthers und Melanchtohns Stellungnahmen auf die Zwölf Artikel der Bauern hinsichtlich der Herrschaftsordnung – und die damit verbundene Stärkung des Rechtswesens - weisen auf die Folgen und Wirkungen in Staat und Gesellschaft hin. Die schriftlich geführten sozialen Auseinandersetzungen beeinflußten - kurz- und langfristig - sowohl die Strukturen, als auch die Ereignisse dieser Epoche. Obwohl sich die Revolutionäre nicht durchsetzen konnten und vordergründig eine Niederlage der Bauern offensichtlich ist, zeigen die langfristigen Veränderungen in den politischen Institutionen, der Herrschafts- und Rechtsordnung des Reichs und der Territorien, der politischen Kultur, der Verhaltensformen und der kollektiven Mentalitäten , eine klare Mitwirkung der zeitgenössischen Schriften bei der Gestaltung des entstehenden „modernen Staatswesens“.
Gerade in Hinsicht auf die Entwicklung einer – an heutigen Maßstäben
gemessenen - politischen Kultur muß der Schriftlichkeit an dieser
fundamental histori-schen Stelle eine bedeutende Funktion zuerkannt werden.
( a ) Quellen
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Flugschriften der Bauernkriegszeit. Unter Leitung von Adolf Laube,
Hans Werner Seifert Bearb. Von Christel Laufer u.a. hrsg. Von d. Akademie
der Wissenschaften d. DDR, Zentralinstitut für Geschichte, Zentralinstitut
f. Literaturgeschichte Berlin: Akad. – Verlag ... – 1975
( b ) Literatur
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Methodenfragen der gegenwärtigen Bauernkriegsforschung, in: Buszello,
Horst / Blickle, Peter / Endres, Rudolf (Hrsg.), Der deutsche Bauernkrieg,
Paderborn: Schöningh, 3. Aufl. 1995, UNI – Taschenbücher 1275,
S. 23 – 38
Blickle, Peter :
Die Revolution von 1525 / Peter Blickle. – 3., Erw. Aufl. München;
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Alpenländer, in: Buszello, Horst / Blickle, Peter / Endres, Rudolf
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Der deutsche Bauernkrieg von 1525 als politische Bewegung, Berlin:
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Deutungsmuster des Bauernkriegs in historischer Perspektive, in: Buszello,
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Dirlmeier, Ulf :
Stadt und Bürgertum. Zur Steuerpolitik und zum Stadt – Land -
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Endres, Rudolf :
Thüringen, in: Buszello, Horst / Blickle, Peter / Endres, Rudolf
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Endres, Rudolf :
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Lohse, Bernhard :
Martin Luther, Eine Einführung in sein Leben und sein Werk
Beck´sche Elementarbücher München: Beck, 1981
Pauk, Wilhelm :
Luther und Melanchthon, in: Vatja, Vilmos (Hrsg.), Luther und Melanchthon:
Referate und Berichte des Zweiten Internationalen Kongresses für Luther-forschung,
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Rabe, Horst :
Reich und Glaubensspaltung, Deutschland 1500 – 1600
Lizensausgabe für die Büchergilde Gutenberg,
Beck´sche Verlagsbuchhandlung, München 1989
Schulze, Winfried :
Deutsche Geschichte im 16. Jahrhundert, Moderne Deutsche Geschichte
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Edition Suhrkamp 1268
Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1987
Stupperich, Robert :
Philipp Melanchthon, Gelehrter und Politiker Göttingen; Zürich:
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Struck, Wolf - Heino :
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Ulbrich, Claudia :
Oberschwaben und Württemberg, in: Buszello, Horst / Blickle, Peter
/ Endres, Rudolf (Hrsg.), Der deutsche Bauernkrieg, Paderborn: Schöningh,
3. Aufl. 1995, UNI – Taschenbücher 1275, S. 97 – 134
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